Forschung und Normierung im Strassen- und Verkehrswesen
  • deutsch
  • français

Konzept zur Normengruppe

Das Konzept zu einer Normengruppe wird durch die Expertenkommission (EK) erarbeitet und ist von der Fachkommission (FK) zu genehmigen. Es ist Ausgangspunkt jeder Normerarbeitung und bildet die Grundlage für ein thematisch vollständiges und sinnvoll gegliedertes Normenwerk. Da es sich beim Normenwerk um ein komplexes, interdependentes System mit fliessenden Grenzen handelt, ist die Zuordnung von einzelnen Themen zu den entsprechenden Fachgebieten nicht immer evident. Im Konzept zur Normengruppe wird ein Themengebiet gegenüber anderen Themengebieten abgegrenzt und in ein System von in sich schlüssigen und einander ergänzenden Einzelnormen unterteilt.


Bei der Erarbeitung eines Konzeptes zu einer Normengruppe sind folgende Punkte zu beachten:

  • Das Konzept ist auf die Bedürfnisse des Normenanwenders auszurichten. Die thematische Gliederung hat dabei soweit als möglich den Arbeitsgebieten und -abläufen der verschiedenen Anwender zu entsprechen.
  • Alle Teilaspekte eines Themengebietes müssen durch das Konzept erfasst und umfassend abgedeckt werden.
  • Es dürfen keine Doppelspurigkeiten zu anderen Normen entstehen. Thematische Überschneidungen sind mit entsprechenden Hinweisen oder durch Referenzierung zum komplementären Dokument zu lösen.
  • Die Aufteilung eines Themengebiets ist übersichtlich und möglichst gedrängt darzulegen. Eine Aufteilung auf einzelne Normen hat nur zu erfolgen, sofern dies sinnvoll erscheint. Möglichst wenige Dokumente sind oftmals anwenderfreundlicher als viele.