Brückenbau-Wettbewerb

2026

Brückenbau-Wettbewerb

2026

Wenn die Lernenden den Studierenden den Meister zeigen…

38 Teams mit 90 Lernenden und Studierenden FH aus allen drei Landesteilen präsentierten am 6. Nationalen Brückenbau-Wettbewerb des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) im Kongresshaus in Biel ihre Konstruktionen. Die Studierenden und Lernenden der Berufe Zeichner/in und Zimmerleute durften für ihre Brückenmodelle ausschliesslich Glacestäbchen und Leim verwenden. Höhepunkt war der Bruchtest auf dem Prüfstand. Im Kampf um die effizienteste Brücke holten die Lernenden überraschend den Tagessieg vor allen Studierenden: Die 530 Gramm leichte Brücke der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon brach erst unter einer Last von 730 kg. In der Kategorie «Maximallast» siegte erwartungsgemäss ein Studenten-Team: 1,615 Tonnen trug die 1,5 kg schwere Konstruktion der Bündner Fachhochschule.

 

Eine Schachtel Glacestäbchen, eine Tube Leim sowie Kreativität und Intuition: Mehr brauchte es nicht, um am nationalen Brückenbau-Wettbewerb der Schweiz teilzunehmen. Dementsprechend gross war das Interesse der Berufsschulen aus den drei Sprachregionen. Die 68 teilnehmenden Lernenden der Berufe Zeichner/in aus den Fachrichtungen Ingenieurbau, Geomatik, Architektur, Landschaftsarchitektur oder Raumplanung sowie Zimmerleute konstruierten ihre Brückenmodelle in ihrer Freizeit und investierten dafür bis zu 100 Stunden. Den Brückenbau-Wettbewerb organisiert der VSS zusammen mit dem Ingenieurbüro AJS.

Die Präsentation der Brückenmodelle im Kongresshaus in Biel zeigte die ganze Bandbreite der Kreativität der Lernenden und Studierenden: Von elegant und leicht bis massiv und schwer, inspiriert von klassischen Formen oder einfach der freien Fantasie entsprungen, minutiös bis ins letzte Detail ausgearbeitet oder eher improvisiert. Auch Jean-Michel Germanier, Präsident des VSS, freute sich über die riesige Vielfalt der präsentierten Modelle. Für ihn hat der Brückenbau-Wettbewerb, der in vielen Ländern schon seit Jahren etabliert ist, noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Effekt: «Wir wollen mit diesem Wettbewerb bei jungen Menschen vor allem auch das Interesse am Bau von Infrastrukturen wecken. Anhand eines konkreten Projekts erlangen sie spielerisch viele Erkenntnisse, die sie sich sonst oft mühevoll aneignen müssen. So sollen die Modelle nicht nur stabil, sondern auch möglichst effizient und ästhetisch sein.»

Höhepunkt der Veranstaltung war der Belastbarkeitstest, mit dem die stabilste und effizienteste Brücke gekürt wurde. Die Effizienz der Brücke wird dabei nach der erreichten Tragfähigkeit in Relation zum Eigengewicht bewertet. Diese Bewertungsformel belohnt jene, die mit einem Minimum an Materialverbrauch zur effizientesten Lösung kommen – ganz im Sinne einer ressourceneffizienten Wirtschaft. Am besten gelöst hat diese Aufgabe bei den Studierenden Euron Biqkaj von der ZHAW. Seine 600 Gramm leichte Brücke trug eine Last von 410 kg. Noch effizienter war diesmal die beste Brücke der Lernenden: Die 530 Gramm leichte Brücke von Gianluca Rey, Mattia Sciacovelli, Patrice van Galen (Gewerbliche Berufsschule Wetzikon) brach erst unter einer Last von 730 kg, womit sie den Sieg aus dem Vorjahr wiederholen konnten.

In der Kategorie «Maximallast» wurde der Rekord aus dem Vorjahr (3,6 Tonnen) klar verfehlt. Bei den Studierenden siegte die Fachhochschule Graubünden (Jan Krawczyk und Yasin Akkus). Ihre Brücke trug 1,615 Tonnen. Bei den Lernenden landete ebenfalls ein Team der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon auf dem ersten Platz: Die Brücke von Aaron Pellaton, Henri Trolle und Lukas Waser hielt einer Last von 853 kg stand.

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