CAS /
Strassenverkehrssicherheit
Gewährleistung der Sicherheit der Strasseninfrastruktur: Mit dieser Weiterbildung vertiefen Sie in einem kompakten und zielgerichteten Studium relevantes Fachwissen und aktuelle Verfahren.
In diesem Studiengang

Übersicht
Titel/Abschluss
Certificate of Advanced Studies (CAS) BFH «Certificate of Advanced Studies (CAS) «Strassenverkehrssicherheit»
Dauer
ca. 14 Studientage
Unterrichtstage
Die Kurstage variieren je nach Kurs
Anmeldefrist
Vier Wochen vor Studienbeginn
Anzahl ECTS
12 ECTS-Credits
Kosten
Verkehrsrelevante Aspekte, Bauen unter Verkehr: CHF 2'800.– RSA, RSI, BSM: CHF 2'200.–/pro Kurs 10% Rabatt für VSS-Mitglieder Prüfung (RSI, RSA, BSM): CHF 450.–/pro Kurs Abschlussarbeit des CAS: CHF 1'200.–
Unterrichtssprache
Deutsch
Studienort
VSS Zürich
Nächste Durchführung & Anmeldungen
BSM: 14., 16. und 21.9.26, Prüfung: 30.9.26
Durchführung 2027/2028:
Verkehrssicherheitsrelevante Aspekte: April 2027
RSA: November 2027
RSI: März 2028
Bauen unter Verkehr: Mai 2028
BSM: Sept. 2028
Administration und Anmeldung
Katja Zuber (BFH)
Tel. 032 344 02 85
katja.zuber(at)bfh.ch
Inhalt + Aufbau
Portrait
Die Schweiz hat im Juni 2017 vom European Transport Safety Council den Road Safety Performance Index (PIN Award) für herausragende Fortschritte in der Strassenverkehrssicherheit entgegennehmen dürfen.
Um dieses hohe Sicherheitsniveau zu festigen und weiter zu erhöhen, braucht es gut aus- und weitergebildete Fachleute. Das CAS Strassenverkehrssicherheit leistet einen wertvollen Beitrag zur Aktualisierung und Erweiterung der fachlichen und methodischen Kompetenzen im Bereich der Strassenverkehrssicherheit.
Ausbildungsziel
Im CAS werden Sie befähigt, die Aspekte der Verkehrssicherheit als integralen Bestandteil in Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung von Strassenverkehrsanlagen zu berücksichtigen.
Aufbau
Das CAS Verkehrssicherheit ist modular aufgebaut. Es setzt sich aus vier von fünf frei wählbaren Kursen und der CAS-Arbeit zusammen.
Verkehrssicherheitsrelevante Aspekte bei der Gestaltung der Strasseninfrastruktur
Der Kurs sensibilisiert für die Aspekte der Verkehrssicherheit und vermittelt die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Anlage, Verkehrsablauf und Verkehrssicherheit zu erkennen und zu verstehen. Auf Basis neuester Ergebnisse aus Forschungsprojekten, Normen und bewährtem Praxiswissen werden sicherheitsrelevante Aspekte bei Planung, Projektierung und im Betrieb einer Strassenverkehrsanlage erörtert, anhand von Fallstudien aus der Praxis Verkehrssicherheitsmassnahmen analysiert, geplant und bewertet. Gleichzeitig wird der Umgang mit relevanten Normen und vorhandenen Ermessensspielräumen geschult.
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses sind die Teilnehmenden befähigt, der Bedeutung der Verkehrssicherheit bei Planung, Projektierung, Bau und Betrieb von Strassenverkehrsanlagen Rechnung zu tragen. Sie sind in der Lage, Verkehrssicherheitsrisiken zu erkennen, diese einzuschätzen, zweckmässige Massnahmen zu formulieren oder entsprechende weitere Schritte vorzuschlagen.
Der Kurs richtet sich in erster Linie an Ingenieur*innen und Verkehrsfachleute, die langjährige Erfahrungen in Planung, Entwurf, Bau und Betrieb von Strassenverkehrsanlagen vorweisen und sich vertieft mit den Aspekten der Verkehrssicherheit auseinandersetzen möchten.
Unfallschwerpunkt-Management (BSM)
Die Sanierung von Örtlichkeiten im bestehenden Strassennetz, an denen eine Häufung von Verkehrsunfällen identifiziert wurde, zielt auf die Reduzierung von zukünftigen Unfällen und/oder die Verminderung der Schwere dieser Unfälle. Im durch den Bundesrat erlassenen Programm Via sicura wird eine systematische Sanierung insbesondere von Unfallschwerpunkten im Strassennetz als hochwirksame Massnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gefordert.
Die einer Sanierung zugrunde liegende systematische Analyse (Unfallanalyse) bezweckt, diejenigen Unfallursachen resp. Sicherheitsdefizite an der Strasseninfrastruktur oder in deren Umfeld zu erkennen, die zu einem massgeblichen Anteil zur Entstehung der Unfälle und/oder deren Folgen beigetragen haben. Die Ermittlung und Gewichtung der massgebenden Einflüsse ist eine unerlässliche Grundlage zur Herleitung örtlich zweckmässiger und nachhaltiger Sanierungsmassnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Das Ziel des Kurs BSM (Black Spot Management) besteht darin, die Teilnehmenden mit den Verfahrensschritten des Unfallschwerpunkt-Managements und deren praktischen Anwendung vertraut zu machen. Besonderer Wert wird auf die Anwendung der Methode der Analyse von Unfallschwerpunkten resp. lokalen Häufungen von Unfällen gelegt. Die Teilnehmenden sind nach erfolgreicher Prüfung in der Lage, das Instrument BSM zielgerichtet und inhaltlich korrekt anzuwenden. Sie können Unfallschwerpunkte identifizieren, die massgebenden Unfallursachen ermitteln, die zur Eliminierung zweckmässigen technischen und baulichen Sanierungsmassnahmen bestimmen und deren Wirksamkeit überprüfen.
Der Kurs richtet sich an diejenigen Fachleute in Planungs- und Ingenieurbüros, Unternehmungen oder Verwaltungen, die mit Aufgaben in Planung, Projektierung, Bau und Betrieb von Strassenverkehrsanlagen und insbesondere mit der Sanierung von Unfallschwerpunkten resp. von Örtlichkeiten mit Unfallhäufungen betraut sind.
Zu den Voraussetzungen zählen - ergänzend zu den Zulassungsbedingungen - zudem langjährige Erfahrungen auf den Gebieten Verkehrstechnik, Projektierung und Betrieb von Strassenverkehrsanlagen sowie Kenntnisse zur Beurteilung der Verkehrssicherheit und zur Ableitung von Sanierungsmassnahmen.
• Strassenverkehrssicherheit, Unfallgeschehen, Unfallerfassung
• Verkehrsunfallstatistik
• ISSI und Unfallschwerpunkt-Management (BSM)
• SN 641 724 Strassenverkehrssicherheit, Unfallschwerpunkt-Management
• Identifikation von Unfallschwerpunkten
• Analyse von Unfallschwerpunkten
• Herleitung von Sanierungsmassnahmen zur Eliminierung der Unfallursachen
• Evaluation von Sanierungsmassnahmen
• Berichterstellung
• Spezifische Wissensvertiefung
• Einbezug neuester Forschungsergebnisse
• Internationale Erfahrungen
• Erfahrungsaustausch
• Gegebenenfalls die Prüfung
Road Safety Audit (RSA).
Das Road Safety Audit (RSA) ist ein Verfahren zur systematischen Überprüfung und Beurteilung von Projekten unter dem Aspekt der Strassenverkehrssicherheit. Es dient dazu, frühzeitig allfällige sicherheitsrelevante Defizite zu erkennen, die sich aus einem vorliegenden Projekt an der neuen oder zu sanierenden Strassenverkehrsanlage ergeben könnten, und damit Optimierungspotenzial im Interesse der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden aufzuzeigen. Das Verfahren wird für alle Projekte von Strassenverkehrsanlagen jeder Projektstufe empfohlen.
Das Verfahren ist Bestandteil der Infrastruktur-Sicherheitsinstrumente (ISSI) des Bundes (ASTRA).
Der Kurs Road Safety Audit vermittelt das erforderliche Rüstzeug zur Anwendung des Verfahrens gemäss SN 641 722.
Die Teilnehmenden werden mit der Methode des Audits und deren praktischer Anwendung innerhalb des Projektierungsablaufs vertraut gemacht. Sie erlangen die Kompetenz, das Verfahren zur Auditierung von Projekten von Strassenverkehrsanlagen in jeder Projektstufe selbstständig anzuwenden. Ferner vermittelt der Kurs sowohl aktuelle Erkenntnisse zu fachspezifischen Themen als auch umfangreiche Erfahrungen aus der Auditierungspraxis.
Der Kurs bietet zudem die Gelegenheit, andere Fachleute zu treffen, sich in entspannter Lehrumgebung zu relevanten Aspekten auszutauschen und voneinander zu lernen.
Der Kurs richtet sich in erster Linie an Ingenieur*innen sowie Verkehrsfachleute, die langjährige Erfahrungen in der Projektierung von Strassenverkehrsanlagen und im Bereich Verkehrssicherheit (namentlich der Unfallauswertung und der Beurteilung der Verkehrssicherheit) vorweisen.
Bauen unter Verkehr
Die Anforderungen an Verantwortliche, Ingenieure und Baufachleute bei der Planung von Baustellen wächst mit der Komplexität während der Ausführung der Baustelle unter Verkehr. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Gewährleistung der Sicherheitsbedürfnisse, namentlich der Bauwerksicherheit, der Betriebssicherheit des Verkehrs, der Sicherheit der Baustelle als Arbeitsstelle und der Arbeitssicherheit der Bauleute. Dies ist eine höchst anspruchsvolle Ingenieurs- und Managementaufgabe, die eine integrale Betrachtungs- und Beurteilungsweise mit Einbezug der verschiedenen Stakeholder erfordert.
Der Kurs ist ein interdisziplinärer Lehrgang zur integralen Baustellensicherheit und dient der Weiterbildung und Sensibilisierung der mit solchen Aufgaben betrauten Ingenieure und Planer. Zentrale Themen sind die Bauwerksicherheit während der Bauphasen, die sichere und leistungsfähige Verkehrsführung mit den dazu nötigen Einrichtungen und Anlagen und die Arbeitssicherheit der Arbeiter und Bauleute sowie die sorgfältige Abstimmung aller Massnahmen, sodass sie optimal zusammenwirken.
Das Ziel der Weiterbildung besteht darin, das Grundwissen von Ingenieuren, Strassenbauern, Baustellenplanern und Baustellenverantwortlichen zu ergänzen und aufzudatieren, sie für diese anspruchsvolle und zunehmend schwierige Aufgabe zu sensibilisieren und die für die integrale Baustellensicherheit massgebenden Zusammenhänge deutlich zu machen. Basis bildet die Norm SN 640 886. Anhand einer erfolgreichen Abschlussarbeit erbringt der Kursteilnehmende den theoretischen Nachweis, eine Baustelle integral planen zu können.
Road Safety Inspection (RSI)
Die Road Safety Inspection (RSI) ist ein formalisiertes Verfahren zur systematischen Beurteilung von Strassenabschnitten hinsichtlich Verkehrssicherheit. Sie dient dem Finden von Sicherheitsdefiziten resp. Gefahren an bestehenden Strassenverkehrsanlagen, die auf den sicheren Verkehrsablauf resp. die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden einen Einfluss haben könnten. Durch deren Beheben sollen allfällige Unfälle vermieden oder die Schwere ihrer Folgen reduziert werden.
Das Verfahren ist Bestandteil der Infrastruktur-Sicherheitsinstrumente (ISSI) des Bundes (ASTRA).
Die Teilnehmenden erwerben das erforderliche Rüstzeug zur Anwendung des Verfahrens der Inspektion, wie es die SN 641 723 regelt.
Der Kurs bietet zudem die Gelegenheit, andere Fachleute zu treffen, sich in entspannter Lehrumgebung zu relevanten Aspekten auszutauschen und voneinander zu lernen.
Der Kurs richtet sich in erster Linie an Strassen- und Verkehrsfachleute mit langjähriger Erfahrung auf den Gebieten der Verkehrstechnik, der Ausrüstung, des Betriebes und der Sicherheit.
Kompetenznachweis
Für den erfolgreichen Abschluss des CAS muss ein Kompetenznachweis erbracht werden.
Bei Besuch von einzelnen Kursen erhalten Sie eine Kursbestätigung.
Voraussetzungen und Zulassung
Zieplublikum
Das CAS richtet sich an berufserfahrene Ingenieure und Fachleute, die in Planungs- und Ingenieurbüros oder Verwaltungen insbesondere mit Aufgaben in Planung, Bau und Betrieb von Strassenverkehrsanlagen betraut sind.
Zulassungsbedingungen
Organisation und Kontaktpersonen
CAS-Verantwortlicher
Stefan Gantenbein
Dozent (BFH)
031 848 69 40
stefan.gantenbein(at)bfh.ch
CAS-Administration & Anmeldung
Katja Zuber (BFH)
032 344 02 85
katja.zuber(at)bfh.ch