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VSS_Verkehr_12_2015

3 | Anwendung des Kriteriums Erreichbarkeit auf die beiden Fallbeispiele (Quellen: HAFAS-Fahrplandaten/SBB-Haltestellendaten, BFS Geostat/ STATPOP/STATENT). 3 |Application du critère d’accessibilité aux deux cas concrets (sources: données horaires HAFAS/données horaires CFF, OFS Geostat/STATPOP/ STATENT) Concept méthodologique pour la description multimodale des qualités de desserte En Suisse, il manque jusqu’ici une description multi- modale des qualités de desserte dans la pratique de planification. Dans le cadre d’un projet de recherche de la VSS, on a pu mettre en évidence les besoins et défi- nir les approches et les limites méthodologiques en la matière. Un concept méthodologique a été testé sur la base de cas concrets; il a été jugé foncièrement appro- prié et applicable. Les bases de données nécessaires doivent être davantage harmonisées, notamment pour le trafic piéton et cycliste. L’approche choisie est ce- pendant conçue pour être flexible et évolutive. Avec les bases aujourd’hui disponibles, elle élargirait déjà net- tement l’approche utilisée jusqu’ici pour les niveaux de qualité de la desserte par les transports publics. FR Stufe 1 – Quantitative Erschliessungskriterien: In Stufe 1 werden quantitative Angebots- und Erreichbar- keitskriterien beurteilt. Die Auswertung erfolgt je nach Bedarf entweder auf kleinräumiger Ebene eines Areals (Hektar­rasterpunkt) oder auf einer räumlich aggregierten Ebene (Quartier, Gemeinde, Region o.a.). Die entsprechenden Auswertungen sollen den Anwendern gesamtschweizerisch flächendeckend vorliegen und periodisch aktualisiert wer- den. Zurzeit besteht die Schwierigkeit, dass die kantonalen Modellgrundlagen nicht einheitlich sind und das nationale Verkehrsmodell in städtischen Gebieten (noch) zu wenig fein aufgelöste Netze beinhaltet. Folgende zwei Kriterien sind er- forderlich: • Angebot: Das Kriterium Verkehrsangebot wird für jeden Verkehrsträger (ÖV, MIV, Fuss, Velo) separat berechnet. Im ÖV werden dazu die ÖV-Güteklassen verwendet, bei den übrigen Verkehrsmitteln (MIV, Fuss, Velo) werden kapazitäts- oder qualitätsgewichtete Netzdichten berechnet. • Erreichbarkeiten: Dabei handelt es sich um summierte Raumwiderstände der Ziel-Quell-Beziehungen, gewichtet mit den Bevölkerungs- und Arbeitsplatzpotenzialen am Zielort (vgl. Abbildung 3). Stufe 2 – Qualitative Erschliessungskriterien: Die gesamtverkehrlichen Erschliessungsqualitäten definie- ren sich in der Wahrnehmung der Verkehrsteilnehmenden nicht nur über Angebots- und Erreichbarkeitskriterien, son- dern auch über Komfort-, Sicherheits- und andere Attraktivi- tätskriterien. Die qualitative Beurteilung der Erschliessung erfolgt auf der Basis verschiedener Planungsgrundlagen sowie Einschätzungen und Erfahrungen der Fachstellen (Fachinterviews). Die qualitativen Erschliessungskriterien lassen sich nur auf der lokalen Ebene sinnvoll beurteilen. Hier sind sie jedoch gleichwertig zu den quantitativen. Folgende drei Kriteriengruppen sind vorgesehen (vgl. Abbil- dung 2): • Netzqualitäten: Im Strassenverkehr geht es vor allem um die Auslastung (Stausituationen), den Verkehrsfluss bzw. die generelle Funktionstüchtigkeit und Zuverlässig- keit des Verkehrssystems (Strecken und Knoten). Im ÖV stehen die Netzintegration verschiedener Angebots­ stufen sowie die Zuverlässigkeit der Angebote im Vor- FACHARTIKEL ARTICLES TECHNIQUES36 STRASSEUNDVERKEHRNR.12,DEZEMBER2015 ROUTEETTRAFICNo 12,DÉCEMBRE2015

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